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Bericht Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehr ist nach 10 Jahren nicht mehr wegzudenken

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 27. August 2005, wurde die Jugendfeuerwehr in Rüthen ins Leben gerufen. Ob das zu dieser Zeit wirklich eine gute Idee gewesen ist, konnte niemand genau sagen, zunächst waren viele skeptisch. Doch am vergangenen Wochenende, als die jungen Feuerwehrjungen und-mädchen das 10-jährige Bestehen der Nachwuchsfeuerwehr in der Meister Schützenhalle feierten, konnte guten Gewissens behauptet werden: Ja, das war eine gute Idee.

Jugendwart Michael Schroer war dabei nicht der einzige, der diese Meinung vertrat. In seiner Jubiläumsrede blickte er noch einmal auf die vergangenen zehn Jahre zurück: Gegründet wurde die Jugendfeuerwehr zunächst mit 33 Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren sowie 16 Betreuern. Nach einer einjährigen Findungsphase fuhren zehn Nachwuchs-Feuerwehrjungen bereits 2006 das erste Mal nach Geseke ins Zeltlager. Wenig später trat dann auch das erste Mädchen in die Feuerwehr ein und die Zeltlager-Gruppen wuchsen von Jahr zu Jahr.

Seit 2010 erfolgt die Abnahme der Jugendflamme am Rüthener Feuerwehrhaus. Und nachdem das Eintrittsalter im Jahre 2011 von zwölf auf zehn Jahre heruntergestuft wurde, freut sich der Verein regelmäßig über neuen Zuwachs. „Damals standen gleich 14 neue Jugendliche vor unserer Tür“, erinnerte sich Schroer zurück.

2013 wurde dann zum ersten Mal das große Pfingstzeltlager in Oestereiden mit 700 Teilnehmern veranstaltet – ein voller Erfolg, wie alle Beteiligten fanden. Heute zählt die Rüthener Jugendfeuerwehr 38 Mitglieder, darunter acht weibliche. „Der Anteil an Mädchen steigt immer mehr an“, stellte der Jugendwart freudig fest. Seinen großen Dank sprach er anschließend allen Helfern aus, welche die Jugendfeuerwehr regelmäßig durch die unterschiedlichsten Aktionen unterstützen.

Diesen Worten konnte sich auch Bürgermeister Peter Weiken anschließen: „Heute können wir sagen, dass die Entscheidung, eine Jugendfeuerwehr in Rüthen zu gründen, mehr als richtig war“, so Weiken. Nicht nur die zahlreichen Angebote, die den Jugendlichen innerhalb der Feuerwehr zur Verfügung stehen, auch die Abwechslung zur Routine von Schule und Familie seien besonders wichtig.

Doch bei der Jugendfeuerwehr steckt noch viel mehr dahinter: Bei einer Löschübung muss jeder Handgriff sitzen, die Kinder bekommen ein handwerkliches Know-How vermittelt, machen neue wertvolle Erfahrungen in einer Gemeinschaft und lernen, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können. „Das sind Eigenschaften, die heute in der Gesellschaft besonders wichtig sind“, betonte der Bürgermeister.

Gemeinsame Löschübung
Und wie gut die Kinder und Jugendlichen diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren bereits gelernt haben, konnten sie vorab bei einer gemeinsamen dreiteiligen Löschübung vor den versammelten Gästen beweisen: Schnell mussten die schweren A-Saugschläuche zusammengebaut und der Schlauch ausgerollt werden.

Dabei bewiesen sie ebenso Schnelligkeit wie technisches Fachwissen und perfekte Teamarbeit, so dass auch Ehrenstadtbrandmeister Franz Thomas und der Stellvertreter der Rüthener Feuerwehr, Dirk Schrewe, den Nachwuchs ausgiebig loben konnten: „Die Jugendfeuerwehr ist nicht mehr wegzudenken, sie hat sich hervorragend entwickelt und wir können stolz sein, so eine Truppe engagierter Jugendlicher bei uns zu haben“, betonten die beiden.

Quelle: Westfalenpost (Rilana Teipel)